PM Nr.25/08 vom 19.12.2008

Schulstreit endlich beigelegt- mehr Planungssicherheit für Schulen

Nach jahrelangem Streit über die Strukturen  des bremischen Schulsystems haben sich heute die Parteispitzen von SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, CDU und FDP auf einen gemeinsamen Konsens zur Schulentwicklung verständigt. Die LINKE  ist in letzter Minute aus den Gesprächen ausgestiegen.

Die Parteien haben sich verabredet, das unübersichtliche Bremer Schulsystem klarer zu gestalten und die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens zu erhöhen.

So verständigten sich die Parteichefs darauf, die Schulstrukturen in einem neuen Schulgesetz zu verankern und den Schulen 10 Jahre Entwicklungszeit zu geben. Nach acht Jahren sollen die Entwicklungen überprüft werden.

Die Landesvorsitzende der Bremer Grünen Susan Mittrenga bewertet den Kompromiss als wichtigen Schritt: "Die Parteien machen endlich Schluss mit dem nervenden Schulstreit. Damit geben wir den Schulen weit reichende Planungssicherheit. Sie können verstärkt die Unterrichtsqualität verbessern und ihre Schulprofile entwickeln. Eltern behalten die freie Schulwahl. Ziel ist es, mehr Kinder zu höheren Bildungsabschlüssen zu bringen und den Bildungsstandort Bremen zu stärken."

Bei der Suche nach Einigung gab es harte Kontroversen, die durch intensive Gespräche geklärt werden konnten. "Fakt ist, dass sich alle Parteien bewegen mussten, um eine Einigung hinzubekommen" kommentiert Mittrenga die Ergebnisse. Die CDU hatte u.a. nachgegeben in der Frage nach der Schaffung von mehr durchgängigen Gymnasien. Die Koalition garantierte im Gegenzug acht durchgängige Gymnasien parallel zum Ausbau der neuen Schulform Oberschule, die künftig in 12 und 13 Jahren zum Abitur führen wird. Die Vorsitzende der Grünen ist erfreut: "Der Konsens sieht vor, dass das von vielen Eltern gewünschte Abitur nach 13 Jahren in der Fläche wieder eingeführt wird."

Um Kindern die Übergänge zu erleichtern sollen insbesondere Grundschulen künftig eng mit weiterführenden Schulen zusammenarbeiten. Gemeinsamer Lehrereinsatz und enge  inhaltliche Zusammenarbeit werden ausdrücklich unterstützt. Eine konsequente Schulentwicklung von Beginn an wird damit erleichtert und verbessert. Für die Grünen ist dies neben der besseren Zusammenarbeit von Kindergärten und Grundschulen ein wichtiger Schritt. "Das Fundament muss gestärkt werden, die Bildungschancen werden früh verteilt", so ihr Credo.

 

 


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen, Schlachte 19/20, 28195 Bremen