Schluss mit öffentlichen Zuschüssen für Galoppsport in Bremen
"Es ist ein konsequenter und richtiger Schritt, wenn der Nutzungsvertrag mit dem Rennverein nach 30 Jahren endlich gekündigt wird," begrüßt der grüne Landesvorsitzende André Heinemann die Einigung innerhalb der rot-grünen Koalition. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben stets dieses öffentliche Engagement kritisiert. Die leeren Kassen in Bremen zwingen mehr denn je dazu, sich den wirklichen finanziellen Herausforderungen zu stellen und das knappe Geld dort zu verwenden, wo es dringlich benötigt wird. Politik hat die Aufgabe, die Dringlichkeitsbewertung vorzunehmen und es gibt kein überzeugendes Argument, weshalb ausgerechnet das Co-Sponsoring von Galopprennen in Bremen dringlich wäre, während beispielsweise kaum Mittel für die Sanierung und Ausstattung von Schulen zur Verfügung steht.
Von den jetzt in den Raum gestellten möglichen Schadensersatzansprüchen sollte sich niemand einschüchtern lassen. "Da wird mit teilweise absurden Forderungen argumentiert. Da ist vieles dabei, was letztlich einer objektiven Überprüfung nicht Stand halten wird," ist sich Heinemann sicher.
Angesichts der bisherigen vertraglichen Verpflichtungen, welche bis in das Jahr 1979 zurückreichen, darf wohl auch am Rande die Frage erwähnt werden, wer derartige Verträge damals überhaupt geschlossen hat. Mit der heutigen Einigung dürfte jedenfalls das klare Signal ausgesendet werden, dass derartige Knebelverträge in Zukunft unter einer rot-grünen Regierungskoalition nicht mehr eingegangen werden.
Schlachte 19/20, 28195 Bremen