PM Nr.17/07 vom 07.12.2007

Klimaschutz in der Metropolregion Bremen-Oldenburg ohne wenn und aber

Bis zum 14. Dezember 2007 wird die UN-Weltklimakonferenz auf Bali über die Zukunft des globalen Klimaschutzes entscheiden. Die Grünen begleiten die Verhandlungen mit bundesweiten Aktionen und fordern eine Klimapolitik "Ohne Wenn und aber" ein. Höhepunkt sind die Klima-Demonstrationen am 8. Dezember in Berlin und in Neurath.

Die Klima-Demonstrationen am 8. Dezember sind ein wichtiges Signal an Alle. Insbesondere die Industrieländer sind in der Pflicht, beim Klimaschutz die Vorreiterrolle einzunehmen. Der Landesvorsitzende der Grünen in Bremen, André Heinemann, sieht dies auch als Verpflichtung für die Metropolregion Bremen-Oldenburg. "Es kann nicht sein, dass in der Metropolregion Bremen-Oldenburg noch über Kohlekraftwerke nachgedacht wird, entweder in Blexen oder auf der Luneplate in Bremerhaven, während die UN-Weltklimakonferenz auf Bali tagt. Die Metropolregion sollte hier zusammenarbeiten und entschlossen eine Strategie für eine klimaschonende Energieerzeugung in der Region entwickeln. Auch die Metropolregion muss zu ihrer Verantwortung stehen. Deshalb dürfen keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden. Wir müssen in der Region auf Erneuerbare Energien und dezentrale Energieerzeugung setzen."

Die energiepolitische Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion Maike Schaefer ergänzt "Bremen muss seine Verantwortung in Sachen Klimaschutz ernst nehmen, denn wir in Bremen und Bremerhaven werden unmittelbar von den Klimafolgen wie Sturmfluten bedroht sein. Alles was wir jetzt in Klimaschutzmaßnahmen investieren, sparen wir langfristig in den Folgekosten, die der Klimawandel mit sich bringen wird."

Auch die Grüne Jugend begrüßt das vom Klima-Aktionstag ausgehende Signal für eine ökologisch verantwortungsbewusste Gesellschaft. "Die Politik kann und muss die richtigen Rahmenbedingungen für effektiven Klimaschutz setzen. Eine erfolgreiche Umsetzung kann allerdings nur mit jedem einzelnen gelingen" erklärt Max Forster, Sprecher der Grünen Jugend Bremen. Die Klimawarnberichte des von den Vereinten Nationen eingesetzten Komitees IPCC weisen auf den dringenden Handlungsbedarf hin. So gehörten 11 der letzten 12 Jahre zu den wärmsten seit Beginn der Klimaaufzeichnungen, wobei der Einfluss der Menschen gerade in den Industrienationen längst belegt ist. "Es ist schon merkwürdig, dass immer noch darüber nachgedacht wird neue Kohlekraftwerke zu bauen. Wir als Bremer Grüne müssen unser Engagement gegenüber dieser steinzeitlichen Technologie auch auf unser Umland ausweiten. Angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse wäre es fatal sich auf dem Erreichten auszuruhen."

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