PM Nr.15/07 vom 22.11.2007

Notruf für vergewaltigte Frauen muss erhalten bleiben

"Der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen leistet unverzichtbare Arbeit. Frauen, die Opfer von Gewalttaten geworden sind, benötigen besondere Beratungsangebote. Diese Beratungsstellen helfen misshandelten und missbrauchten Frauen, ihre körperlichen und seelischen Verletzungen zu bewältigen. Der Notruf ist die einzige Anlaufstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Bremen. Er muss daher fortbestehen. Schließlich erreicht der Notruf auch viele Frauen, die aus unterschiedlichsten Gründen keine Anzeige erstatten. Darüber hinaus nutzen diese Beratungsstelle insbesondere auch Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund, die Angst haben, sich ihren Familien anzuvertrauen", erklärt Susan Mittrenga, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, anlässlich der morgen tagenden Sozialdeputation. Die Deputierten diskutieren eine Vorlage, der zufolge dem Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen die Zuschüsse gestrichen werden sollen.

Bislang erhält der Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen, der drei Mitarbeiterinnen hat, einen Zuschuss in Höhe von 128.000 Euro. Durchschnittlich 120 Frauen suchen die Beratungsstelle jährlich auf. Neben der Beratung und Betreuung der vergewaltigten Frauen liegt der Schwerpunkt in der Weiter- und Fortbildung von Polizisten, Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft oder auch Ärzten beispielsweise im Umgang mit Vergewaltigungsopfern.

"Diese Arbeit kann man nicht einfach dem Verein ,Schattenriss' übertragen, der hauptsächlich mit sexuell missbrauchten Kindern und Jugendlichen arbeitet und seinen Schwerpunkt in der Prävention hat. Der Notruf für vergewaltigte Frauen muss erhalten bleiben. Dafür muss eine Lösung innerhalb der bestehenden Eckwerte des Ressorts gefunden werden", so Susan Mittrenga.


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