Der Bildungsauftrag des Kindergarten soll gestärkt werden und die Betreuungszeit soll schrittweise auf 6 Stunden ausgebaut werden. Für Kinder von Geringverdienern soll ein kostenloses Mittagessen eingeführt werden. Personell sollen die Gruppen verstärkt werden mit dem Ziel pro Gruppe zwei pädagogische Fachkräfte zu haben. Ebenfalls ist ein Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährigen geplant.

Gleiche Bildungs- und Entwicklungschancen, unabhängig von der sozialen Herkunft

Bildungschancen unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialer Stellung stellen die Grundlage für soziale Gerechtigkeit und eine erfolgreiche Entwicklung unserer Gesellschaft dar. Bildung erfolgt von Geburt an und beginnt nicht erst in der Schule. Die schrittweise quantitative und qualitative Ausweitung der Kinderbetreuung hat daher hohe Priorität. Eine verlässliche frühkindliche Bildung und Betreuung ermöglicht den Kindern soziale Teilhabe und vermeidet einen frühen sozialen Ausschluss. Wir treten ein für Integration als Aufgabe der gemeinsamen Bildung und Erziehung von Kindern unterschiedlicher Herkunft sowie unterschiedlicher Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale. Für erwerbstätige Eltern erleichtert sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung im System der Kindertagesbetreuung sehen wir vor allem in den folgenden Bereichen:

• Schrittweise Anhebung der Betreuungszeiten für Kinder auf 6 Stunden mit dem Ziel, den Rechtsanspruch aller Kinder auf eine entsprechende Betreuung einzuführen.

• Kostenloses Mittagessen für alle Kinder von Geringverdienenden.

• Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bis hin zu einer Versorgungsquote von 20% bis 2010 . Dabei werden wir die Einrichtung von Groß-Tagespflegestellen gesetzlich regeln. Sollten Bundesmittel für den Ausbau zur Verfügung gestellt werden, werden wir diese für die Schaffung zusätzlicher Plätze nutzen. Zusätzlich werden sozialpädagogische Spielkreise in begrenztem Umfang ausgebaut.

• Verstetigung der frühen Sprachförderung ab dem dritten Lebensjahr und der Pisa-Folgemaßnahmen.

• Sicherstellung einer wohnortnahen gemeinsamen Erziehung und Bildung von behinderten und nichtbehinderten Kindern.

• Flexible, bedarfsgerechte Öffnungszeiten und eine Ferienbetreuung für alle Kinder.

• personelle Verstärkung mit dem Ziel vornehmen, zwei ausgebildete pädagogische Fachkräfte pro Gruppe anzubieten.

• die Betreuung jüngerer Schulkinder auf eine neue konzeptionelle Grundlage stellen und in Zusammenarbeit mit den Ganztagsschulen ausbauen.

• Elementarbereich und Primarstufe sollen verbindlich zusammenarbeiten.

Die vorgesehenen Maßnahmen können nicht in einem Schritt eingeführt werden. Deswegen werden wir einen Stufenplan erarbeiten, in dem wir die Ausbauschritte für die nächsten vier Jahre festlegen werden. Dabei werden wir in einem ersten Schritt alle Maßnahmen in den sozial benachteiligten Stadtteilen durchführen.

In Abhängigkeit von der Finanzlage Bremens und der Entwicklung in anderen Bundesländern wird das Ziel der Beitragsfreiheit des 3. Kindergartenjahres die auch stufenweise über Beitragssenkung eingeführt werden kann, verfolgt.

Wir werden die Bemühungen auf Bundesebene unterstützen, die darauf abzielen, einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Kinder ab dem 1. Lebensjahr zu realisieren. Dabei ist die entsprechende finanzielle Unterstützung durch den Bund an Länder und Kommunen unverzichtbar.

Das Land wird die Stadt Bremerhaven weiterhin beim Ausbau der Angebote für 0-3jährige Kinder unterstützen.

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